Oracle vor Quartalszahlen: Kein Silberstreif, nirgends

Management

Geschäfte dümpeln vor sich hin

Vor der morgigen Bekanntgabe der Oracle-Quartalsergebnisse herrscht gespannte Ruhe in der Softwarebranche. Analysten rechnen damit, dass der Leitwolf der Softwarebranche die finanziellen Erwartungen erfüllt – aber auch nicht mehr.

Immerhin habe sich die Lage in den Sommermonaten entgegen der Befürchtungen des Oracle-Managements nicht weiter verschlechtert, so ein nicht namentlich genannter Analyst im Nachrichtenservice Dow Jones Newswire. Allerdings ist Oracles Umsatz in fünf aufeinander folgenden Quartalen geschrumpft, während gleichzeitig der Wettbewerbsdruck zugenommen hat – vor allem von Seiten IBMs. Die Analystenzunft rechnet mit einem Umsatzvolumen von 2,06 Milliarden Dollar.

Die Entwicklung in Deutschland ist eher noch schlechter als auf internationaler Ebene. “Die Kunden halten sich nach wie vor sehr zurück”, kommentiert Fried Saacke, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Oracle-Anwendergruppe (Doag). Vor allem die öffentliche Hand lege eine auffallende Sparsamkeit an den Tag. “Viele Großprojekte in Wirtschaft und Verwaltung liegen fertig da, aber die Auftraggeber warten auf bessere Zeiten”, hat Saacke beobachtet. Die kommen aber sicher nicht so bald. Auch in 2003 werde es noch keinen Boom geben, orakelt der Oracle-Experte”.