Schlechte Aussichten für IP-Dienste

Management

Experten empfehlen “neue Form der IP-Realität”

IP-basierte Dienstleistungen wie Voice-over-IP oder IP-Storage werden der TK-Branche zumindest in den kommenden Jahren nicht die erhofften Umsatzzuwächse bescheren. Zu diesem wenig erfreulichen Ergebnis kommt eine Studie der Telecom-Media-Networks-Gruppe des Beratungshauses Cap Gemini Ernst & Young in Zusammenarbeit mit Dresdner Kleinwort Wasserstein.

Laut den Experten werden die mit IP-Diensten erzielten Umsätze in Westeuropa von derzeit jährlich 14 Milliarden Dollar in den kommende zwei Jahren auf nur rund 17,5 Milliarden Dollar ansteigen – ein zu geringes Wachstum, um der Branche wieder auf die Beine zu helfen.

Dabei gibt es für die neuen Dienste nach Ansicht der Marktforscher zwei Hauptprobleme: Zum einen gehe es darum, die Echtzeit-Dienste in guter Qualität anbieten zu können, zum anderen müssten die Kosten durch komplexe Netzwerke bewältigt werden.

Grundsätzlich aber sind die Experten von der neuen Technologie überzeugt. “IP-Dienste werden einer der Schlüsselfaktoren für Innovationen und Geschäftsmodelle der Netzbetreiber”, sagt Helmut Gulde, Vice President bei Telecom Media Networks: “Allerdings sind wir skeptisch, ob mit Hilfe der IP-Dienste in den nächsten zwei Jahren die hohen Schulden und Netzwerküberkapazitäten abgebaut werden können.”

Die Autoren der Studie plädieren für eine neue Form der IP-Realität, bei der sich Verkäufer, Anbieter und Kunden auf vernünftige Angebote mit hohem Gebrauchswert für Endkunden und Nutzer konzentrieren sollten.