Intershop findet finanziell nicht aus dem Schlamassel

Management

Kommen jetzt neue Aktien?

Der Anbieter von E-Commerce-Software und einstige Star des Neuen Marktes Intershop zieht angesichts seiner schwierigen Finanzlage die Notbremse: Das Unternehmen plant eine Kapitalherabsetzung. Außerdem stellt das Management einen umgekehrten Aktiensplit in Aussicht: Je fünf alte Aktien sollen zu einer neuen Aktie zusammengefasst werden.

Aufgrund außerplanmäßiger Abschreibung von Vermögenswerten habe das Eigenkapital nunmehr die Hälfte des Grundkapitals unterschritten, gab das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt. Daher müsse jetzt eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden, um über die weiteren Maßnahmen zu beraten. Dazu gehört die Zusammenlegung der Aktien.

Der Vorstand sei auch jetzt schon ermächtigt, durch die Ausgabe von bis zu zehn Prozent neuer Aktien zusätzliches Kapital aufzunehmen, erläuterte ein Intershop-Sprecher. Ob diese Maßnahme aber tatsächlich durchgeführt werde, sei noch unklar.

Am Dienstag eröffneten die Intershop-Aktien mit einem heftigen Abschlag von 30 Prozent.