Internetnutzung in .de-Land: Der Boom ist vorbei

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Der Kampf um die Aufmerksamkeit wird immer härter

Die Zahl der Internetnutzer ist in den vergangenen fünf Jahren stark gestiegen, das Wachstum hat sich aber inzwischen deutlich verringert. So sei die Internetgemeinde heute sieben mal so groß wie noch 1997, heißt in der jüngsten Online-Studie von ARD und ZDF.

Demnach sind momentan 44,1 Prozent der Bevölkerung per Mail und über Internetangebote zu erreichen. Das sind insgesamt 28,3 Millionen Menschen über 14 Jahre. Auch wenn der Zuwachs sich inzwischen spürbar verlangsamt hat, kann die werbetreibende Industrie der Prognose zufolge damit rechnen, schon in drei Jahren rund 55 Prozent der Bundesrepublikaner online zu erreichen.

Der Ausbau von breitbandigen Internetzugängen hat währenddessen dazu geführt, dass die überwiegende Zahl der Onliner das Netz vom heimischen Schreibtisch aus erforschen. Vor fünf Jahren dominierte noch die Internetnutzung am Arbeitsplatz, an der Universität oder Schule.

Während der Umfrage zufolge Unterhaltungsangebote im Netz weiterhin geschmäht werden, stehen Ratgeber- und Service-Sites besonders hoch im Kurs. Wer das Millionenpublikum zwischen Flensburg und Garmisch allerdings mit einem völlig neuen Angebot für sich gewinnen will, hat es immer schwerer. Die Befragten halten bereits bekannten Websites in der Regel die Treue. Und pro “Internet-Sitzung” sind es im Schnitt nur sechs URLs, die angesteuert werden. So unbegrenzt sind die Möglichkeiten im Netz wohl doch nicht.