Siebel sendet positive Signale

Management

Die Marktbedingungen bessern sich

Thomas Siebel, Chef und Gründer von Siebel Systems, erwartet für das vierte Quartal eine positive Entwicklung. Die hat der Customer-Relationship-Spezialist auch nötig. Nach Umsatz- und Gewinneinbrüchen in der ersten Jahreshälfte hat Siebel rund 1200 Beschäftigte entlassen. Bald wird die Company aus San Mateo nur noch 6000 Mitarbeiter zählen.

Siebels Ausblick auf das laufende dritte Quartal im Juli war noch sehr viel vorsichtiger. Die Lizenzeinnahmen sollen sich nach dem Forecast zwischen 135 und 180 Millionen Dollar bewegen. Das Unternehmen erwartet insgesamt Einnahmen, die umgelegt auf die einzelnen Anteilsscheine 5 bis 8 US-Cent bedeuteten.

Im vergangenen Quartal konnte Siebel 405,6 Millionen Dollar Umsatz verbuchen. Dagegen hatte der Softwareanbieter im Vorjahreszeitraum noch 560,2 Millionen Dollar eingenommen. Noch drastischer sackte der Gewinn ab: 29,8 Millionen Dollar oder sechs Cent pro Aktie waren es diesmal, verglichen mit 76,6 Millionen Dollar oder 15 Cent pro Anteilschein im zweiten Quartal 2001.

Zudem war Siebel wegen Tauschgeschäften in die Kritik geraten. Der Softwarehersteller von hatte rund 18 Prozent seines Lizenzumsatzes über Gegengeschäfte mit Partnern erzielt. Der Gegenwert, bei dem Siebel-Software für Gegenkäufe in etwa gleicher Höhe über den Tisch ging, entsprach rund 30,7 Millionen Dollar. Das machte etwa 18 Prozent des Lizenzumsatzes aus.

Doch mittlerweile hätten sich die Zeiten gebessert, teilt der Siebel-Vorstand mit.

So stellte Siebel neben einem erfreulicheren Geschäftsergebnis auch die nächste Version seiner Lösung in Aussicht. Sie soll im vierten Quartal weltweit verfügbar sein.

Mit dem neuen Release berücksichtige man nicht mehr ausschließlich die Kundenbeziehungen, sondern auch das Management von Mitarbeiter- und Partnerbelangen. Zudem soll die Version 7.5 Hunderte branchenspezifischer Beispiele erfolgreichen Customer Relationship Managements enthalten.

Zudem unterstützt die Suite künftig Web-Service-Standards wie das Simple Object Access Protocol (Soap) und die Web Services Description Language (WDSL). Anwender werden dadurch in der Lage sein, Business-Services und Workflow-Prozesse als Web-Services anzubieten und WDSL-Dokumente für diese Bereiche zu erstellen.