Telekom darf LKW-Mautsystem jetzt doch bauen

Management

Kartellamt genehmigt Vergabe an Konsortium

Aufatmen bei der Deutschen Telekom. Der rosa Riese hat sich nun doch erfolgreich den milliardenschweren Auftrag zum Aufbau eines Maut-Abrechnungssystems auf den bundesdeutschen Autobahnen gesichert. Das Bundeskartellamt genehmigte heute die Vergabe an ein Konsortium aus Telekom, Daimler-Chrysler und dem französischen Autobahnbetreiber Cofiroute.

Den vorliegenden Plänen zufolge geht es um die Gesamtsumme von 7,7 Milliarden Euro. Spediteure sollen so in Zukunft keine pauschale Straßenbenutzungegebühr entrichten, sondern je nach gefahrenen Kilometern bezahlen. Das Bieterkonsortium soll das Mautsystem nach Fertigstellung auch betreiben.

Die Nachricht über die Entscheidung über eines der bedeutendsten IT-Projekte der Bundesrepublik wurde zunächst vom unterlegenen Ages-Konsortium verbreitet. Die Gruppe aus einer Reihe von Tankstellenbetreibern und dem britischen Mobilfunkkonzern Vodafone hatte Beschwerde gegen eine ihrer Meinung nach voreilige Auftragsvergabe durch das Bundesverkehrsministerium eingelegt und will auch jetzt noch einmal gerichtliche Schritte prüfen.

Der Bund rechnet ab dem kommenden Sommer mit Einnahmen von rund 3,4 Milliarden Euro pro Jahr. Allerdings hat sich das Projekt schon mehrfach verzögert.