Dell-Rechner finden zu einem Riesen-Cluster zusammen

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… mit Linux im Forschungs-Netz

PC-Hersteller Dell möchte offenbar in der Server-Welt unbedingt ernst genommen werden. Gleich zwei Projekte lassen die Firma aus Austin, Texas, dem Ziel ein wenig näher kommen.

Die Universität von Buffalo, New York, nimmt heute ein Cluster in Betrieb, das aus Dell-Computern besteht. Grundlage bilden 2008 Power-Edge-Server, auf denen die Linux-Distribution von Red Hat läuft. Wissenschaftler wollen das Rechner-Netz mit dem Open-Source-Betriebssystem nutzen, um die Struktur von menschlichen Proteinen zu erforschen.

Außerdem hat Dell ein Center for Research Excellence angekündigt. Darunter versteht der Hersteller ein Programm, in dem er die Fortschritte im Clustering ausprobieren und mit ausgewählten Universitäten teilen will.

Die Idee, mit Hilfe von Rechner-Clustern die Aufgaben zu lösen, die normalerweise Supercomputer bewältigen, existiert zwar schon seit den 90er Jahren. Doch wesentliche Probleme bei der Datenspeicherung und in der parallelen Abarbeitung von Tasks sind noch ungelöst.

Trotzdem bleiben sie populär. So lassen sich Cluster nach und nach erweitern und bestehen in der Regel aus Standardkomponenten. Daher sind sie preisgünstiger als Supercomputer. Das Buffalo-Cluster kostet etwa 4 Millionen Dollar.

Trotzdem kann der Computerverbund 5,6 Billionen Kalkulationen pro Sekunde ausführen – zumindest theoretisch. Das Cluster enthält 1900 Pentium-III-Server, die mit je zwei Prozessoren ausgestattet sind. Außerdem besteht es aus 100 Xenon-Servern mit je zwei CPUs. Dazu kommen vier Server, die für den Traffic zwischen 2000 Netzknoten zuständig sind. Die Datenspeicherung erledigt ein 14-Terabyte Storage Area Network (SAN) von Dell und EMC. Die Switches stammen von Cisco und Extreme Networks.