Schmutzige Wäsche waschen? Nur noch online!

Management

IBM schließt Waschmaschinen ans Web an

Vielleicht dürfen die Mamas dieser Welt bald alle IBM danken. Denn mit Hilfe eines geplanten Informationssystems könnten sie die lästige Pflicht loswerden, die Wäsche für ihre längst erwachsenen Sprösslinge zu waschen. Doch zunächst docken erst einmal 9000 Waschmaschinen ans Web an.

Big Blue und USA Technologies haben mit E-Suds ein System entwickelt, mit dem sich per Handy fürs Waschen und Trocknen bezahlen lässt. Gedacht ist die Anwendung für Studenten und Waschsalons.

Die Studenten können etwa über ihren Laptop das Maschinenprogramm wählen, zum Beispiel die Verwendung von Weichspülern angeben. Außerdem können sie sich über das Web informieren, ob und welche Waschmaschinen frei sind. Im Gegenzug informiert die Anwendung, wenn die fertige Wäsche zum Abholen bereit ist.

Dieser Komfort ist jedoch nicht nur einseitig. Auch die Waschsalons sehen Vorteile. Zum einen hoffen sie durch diesen Service auf mehr Kunden. Die bisher waschfaulen Studenten, die ihre Schmutzwäsche quartalweise bei Muttern ablieferten, sollen ihre Klamotten nun auf dem Campus reinigen lassen.

Außerdem würden die Unkosten durch Vandalismus oder sonstig beschädigte Geräte wegfallen. Die Waschmaschinen haben etwa keinen Geldeinwurf mehr. Die Kunden zahlen per Kreditkarte oder Code von ihren Handy aus.

Und schließlich können die Betreiber sowohl den jeweiligen Status des Waschvorgangs überwachen und einen Teil der Wartung über Rechner erledigen.

Eine Firma, die Colleges in Ohio, Indiana, Michigan und Kentucky mit Waschmaschinen bestückt, will die Web-Waschautomaten bereits in diesem Herbst aufstellen.