Anbieter von Bau-Software muss entlassen

Management

Rote Zahlen bis ins kommende Jahr hinein

Die Nemetschek AG, Münchner IT-Anbieter im Bereich Planen, Bauen und Immobilien-Bewirtschaftung, wird noch einmal 100 Stellen abbauen. Der Grund: Der Hersteller ist im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gerutscht. Ein positives Ergebnis erwartet Nemetschek erst wieder für 2003.

Der Verlust beläuft sich auf 6,8 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2001 hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 100 000 Euro erwirtschaftet.

Der geplante Personalabbau ist nicht der erste. Bereits im vergangenen Jahr hatte Nemetschek zehn Prozent seiner Personalkosten und 35,7 Prozent beim Material eingespart. Doch die Kürzungen reichten offenbar nicht, um profitabel arbeiten zu können.

Der Baubranche geht es schlecht. So wirkt sich die Konjunktur- und Strukturkrise in der deutschen Bauindustrie sowie die anhaltende Investitionszurückhaltung auch auf das IT-Unternehmen aus.

Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres lagen die Umsatzerlöse bei 55,1 Millionen Euro und damit 16 Prozent unter dem Umsatzergebnis des Vergleichszeitraums im Vorjahr. Der Jahresumsatz wird bei 105 bis 110 Millionen Euro liegen, kündigt Nemetschek an.