Pixelnet wird weidmännisch zerlegt

Management

Und wieder schlägt der Metro-Gründer zu

Der zahlungsunfähige Online-Photodienstleister Pixelnet sowie seine Tochter Photo Porst werden voraussichtlich zerschlagen. Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland hat die Holding von Metro-Gründer Otto Beisheim bereits ein Angebot für Teile von Pixelnet abgegeben. In der schweizerischen Firmengruppe sammelt Beisheim derzeit mehrere Dutzend E-Commerce-Unternehmen, so auch die Metro-Tochter Primus Online.

Von der einst gefeierten Pixelnet will der Metro-Mogul vor allem den Kundenstamm übernehmen, um die Geschäfte weiterzuführen – eventuell auch die Infrastruktur. Bei Druckaufträgen von digitalen Photos konnte Pixelnet auf das relativ dichte Netz von Porst-Filialen setzen und so die Versandkosten drücken. Trotz dieses Konkurrenzvorteils entwickelte sich der Markt für die Weiterverarbeitung von digitalen Photos nicht so wie erwartet.

Auch Photo Porst selbst mit seinen 200 eigenen Filialen und 400 Franchisenehmern wird höchst wahrscheinlich aufgespaltet. Kodak und die Ringfoto-Gruppe übernehmen nach Presseberichten die Markenrechte.