Ebay darf Paypal übernehmen

Management

Wer Geld verdient, kann auch Zahlungsstandards durchdrücken

Die amerikanischen Wettbewerbsbehörden sowie das US-Justizministerium haben keine Einwände gegen die Übernahme des Online-Zahlungsanbieters Paypal durch Ebay. Voraussichtlich noch vor Ende des vierten Quartals kann das erfolgreiche Internetauktionshaus den Deal über 1,5 Milliarden Dollar in eigenen Aktien abschließen.

Allerdings steht die Zustimmung der Paypal-Aktionäre noch aus. Die Anleger werten das Geschäft aber offenbar als positiv, da der Aktienkurs des Zahlungsdienstleisters nach bekannt werden der Freigabe um fast 10 Prozent stieg. Auch andere große Onlinehändler erhoffen sich im fragmentierten Markt für Zahlungslösungen durch die Entscheidung bei Ebay eine Klärung. Von einem Standard für die Abwicklung von Zahlungen im Business-to-Customer-Bereich dürfte der E-Commerce allerdings noch immer weit entfernt sein.

Paypal hatte in den vergangenen Wochen zweimal für Aufsehen gesorgt. Zum einen ermittelt die New Yorker Staatsanwaltschaft gegen Paypal wegen deren Beteiligung am Geschäft mit Online-Casinos. Zum anderen konnte das Start-up einen Gewinn für das zweite Quartal ausweisen: Verdoppelte Umsätze zogen Paypal aus der Verlustzone.