Rettungsring für Qwest: Viel Geld für Telefonbuch-Geschäft

Management

Konkurs erst mal vom Tisch

Qwest kann sich mit einer Finanzspritze von 7,05 Milliarden Dollar aus den gröbsten Schwierigkeiten retten und eine drohende Insolvenz vorerst abwenden. Der amerikanische TK-Konzern verkauft zu diesem Preis seine Telefonbuchsparte Qwest-Dex. Das wurde aus den Verhandlungen zwischen dem schwer angeschlagenen Unternehmen und einem Bieterkonsortium bekannt.

Ein zweites Konsortium, an dem auch Bain Capital beteiligt war, geht damit leer aus. Wie groß der Finanzbedarf bei Qwest tatsächlich ist, darüber kann momentan nur spekuliert werden. Der viertgrößte Ferngesprächs-Carrier in den Staaten musste vor mehreren Wochen einräumen, seine Bücher geschönt zu haben. Die Bilanzen für mehrere Jahre sollen jetzt überarbeitet und erneut den Behörden vorgelegt werden.

Nachdem die Nachricht über den Verkauf bereits zu einem Kurssprung der Qwest-Papiere von 16 Prozent geführt hat, hoffen die Anleger nun auf ein positives Signal für die gesamte TK-Branche.