Bewerbermangel bei Outsourcing-Großaufträgen

Management

IT-Dienstleister EDS setzt bei niederländischer Bank Fuß in die Tür

Die niederländische Bankengruppe ABN Amro hat einen 1,5 Milliarden-Dollar Outsourcing-Auftrag zu vergeben. Der Wert dieses Deals könnte sich in den kommenden Jahren sogar noch verdoppeln. Der IT-Dienstleister Electronic Data Systems (EDS) ist jedoch der einzige Bewerber.

Banken gehören derzeit zu einer aussterbenden Spezies. Outsourcing-Deals dieser Größenordnung und über eine vergleichsweise lange Laufzeit stehen in der Kritik. Der Vertrag von ABN Amro umfasst fünf Jahre.

In letzter Zeit zweifeln verschiedene Analysten an, ob die Dienstleister überhaupt Kontrakte dieser Größenordnung erfüllen können. EDS selbst zog vor kurzem ein Angebot an den Mischkonzern Procter & Gamble zurück. Hier blieb die Affliated Computer Science Inc. als einziger Wettbewerber übrig.

Doch im Bankenmarkt scheint der Trend ungebrochen. Im Februar konnte IBM eine Vier-Milliarden-Dollar-Vereinbarung mit dem Kreditkarten-Konzern American Express schließen. Außerdem bietet IBM derzeit bei den Finanzhaus J.P. Morgan Chase gegen EDS. Hierbei ginge es um Dienstleistungen für acht bis zehn Milliarden Dollar.