Bayerische Betriebe: Wenig am Hut mit dem Internet

Management

Fehlanzeige auch bei der Datensicherheit

Bayerische Mittelständler nutzen das Internet für ihre Geschäfte (E-Business) weniger als der Bundesdurchschnitt. Bei der Datensicherheit sieht es ebenfalls schlecht aus. Das hat eine Studie des Computerherstellers IBM und der Zeitschrift Impulse ergeben. Diese Resultate widersprechen dem von der Landesregierung gepflegten Ruf Bayerns als führender Internet-Standort in Deutschland.

Für die Untersuchung wurden von Januar bis März etwa 1000 mittelständische Unternehmen befragt, davon knapp 160 in Bayern.

Demnach haben derzeit nur 12 Prozent der Firmen im Freistaat einen Online-Shop, bundesweit sind es 16 Prozent. Den deutlichsten Unterschied zwischen den Bayern und dem Rest der Republik weist die Untersuchung bezüglich der Datensicherheit auf.

So gaben 35 Prozent der befragten deutschen Unternehmen an, ihre Daten zu verschlüsseln, 17 Prozent benutzten digitale Signaturen. Dem gegenüber griffen nur 24 Prozent der bayerischen Mittelständler auf Datenverschlüsselung zurück und nur 12 Prozent auf digitale Signaturen.

10 Prozent verzichteten sogar auf jegliche Sicherheitsmaßnahmen wie Virenscanner oder Firewalls – bundesweit waren dies nur 6 Prozent. “Die Bayern gehen insgesamt sorgloser mit aktiven Sicherheitsmechanismen um”, fasste der IBM-Vertriebsleiter für Nordbayern, Engelbert Brettner, zusammen. Gleichzeitig setzen die Bayern laut der Studie ihre E-Business-Projekte aber konsequenter als im Durchschnitt um.