DSL-Boom zieht Softwarenachfrage mit

Management

Einer muss das Ganze ja verwalten

Hin und wieder zieht die eine Technik die andere doch mit nach oben. So haben nun mehrere Vertragsabschlüsse in Europa in Sachen DSL auch den zugehörigen Providern von TK-Netzverwaltungssoftware (OSS, steht in der TK-Welt für Operations Software Solutions) einige Groschen zugespült. Das hat jetzt das US-Wirtschaftsmagazin Boardwatch ermittelt und führt dafür Beispiele an.

So sei als jüngster und zugleich sehr weitreichender Vertrag der zwischen dem TK-Monopolisten Tele Danmark und dem Plattformanbieter Axiom anzuführen. Tele Danmark habe im Rahmen des Abkommens vereinbart, seine gesamte DSL-Verwaltung, also die Provisioning-Fragen und Activation, auf Axiom-Füße zu stellen.

So will der TK-Anbieter nicht nur dien DSL-Verkehr verwalten, sondern auch seine Hardware-Bedürfnisse besser im Auge behalten. Für den panskandinavischen Anbieter mit Niederlassungen in anderen nordeuropäischen Ländern schätzen Branchenkenner das Volumen des Deals auf mehrere Millionen Euro. Für Axiom, ein Start-up, ist dies einer der ersten Großaufträge. Aber auch die Telekom Austria und die Telecom New Zealand setzen für die reine Verwaltung ihrer DSL-Lines auf die OSS von Axiom.

Telecom Italia hingegen verwendet die Software von Granite Systems, um die derzeit 14.000 DSL-Aufträge pro Tag zu bewältigen. Die niederländische KPN hat hierfür bei TTI Telcom eingekauft. Die British Telecom setzt dem Bericht zufolge auf einen Mix aus der OSS von Meta Solv für die Activation, und Cramer Systems für das Inventory Management und die Verwaltung der DSL-Wachstumsschübe.