E-Government im Crescendo: Die IT-Ausgaben wachsen

Management

Migrationen der Behörden kurbeln den Markt an

Im E-Government steckt ein großes Wachstumspotential.
Während der IT-Markt in Europa derzeit um gerade mal rund zwei Prozent zulegt, wachsen die IT-Ausgaben für E-Government demgegenüber um zehn Prozent pro Jahr. Dieses Ergebnis wurde am Dienstag bei der EU-Konferenz “elektronische Behördendienste” präsentiert.

An der ersten größeren Veranstaltung unter der italienischen EU-Ratspräsidentschaft in Como haben neben 30 Ministern aus der EU, der EFTA und den Beitrittsländern auch Manager von einem halben Dutzend IT-Giganten wie HP und IBM teilgenommen. Wie bei dieser Diskussionsrunde betont wurde, sind vor allem demokratiepolitische und finanzielle Gründe die ausschlaggebenden Faktoren für die Investitionsbereitschaft der öffentlichen Hand.

Als Vorteil der Behördenwege via Internet wurde hervorgehoben, dass sich Ausgaben für E-Government sehr schnell bezahlt machten. Die 30 anwesenden EU-Minister haben ihre Entschlossenheit zum Ausdruck gebracht, die Einführung elektronischer Behördendienste trotz der wirtschaftlichen Krise zu beschleunigen.

Gleichzeitig treibt der massive Umstieg öffentlicher Verwaltungen auf Open-Source-Software auch den deutschen Open-Source-Markt an. Nach einer Studie des Marktforschungsinstituts Soreon werden in diesem Jahr voraussichtlich 131 Millionen Euro mit Open-Source-Software wie Linux im deutschen Unternehmenssegment umgesetzt.
Bis 2007 sollen es bereits 307 Millionen Euro sein. Dabei werde sich die Zahl der Nutzer von zwölf auf 24 Prozent verdoppeln, prognostizierte Soreon.
Hierfür ist in erster Linie die weitverbreitete Meinung verantwortlich, dass der Umstieg von kommerziellen Produkten wie Microsoft auf frei verfügbare ein paar Kosten senken helfe.