Zwischenschritt vergessen? Intel kauft Glasfaser-Spezialisten

Management

Framer in aller Munde

Der Chipkonzern Intel hat das amerikanische Startup-Unternhemen West Bay zugekauft. Damit besitzt der Prozessorhersteller nun zumindest einen Teil des dringend für eine geplante Glasfaser-Netzkompetenz notwendigen Fachwissens. Die Pläne in dieser Richtung kann Intel nun leichter in Angriff nehmen.

West Bay hat sich im Bereich der SDH/Sonet-Technik die ersten Lorbeeren erworben und verfügt hier über langjährige Brancheneknner, die nun in das Glasfasertechnik-Team von Intel überwechseln sollen. West Bay hat sich, ähnlich wie viele Mitbewerber, auf das Trendthema OC192 (Durchsatzgeschwindigkeit bis zu 2,5 GBit/s) im amerikanischen Markt spezialisiert und ließ sich dabei von der Mode nicht irre machen. Intel hatte sich dagegen schon früh auf 10GBit/s gestürzt und braucht nun offenbar einen Zwischenschritt, um der tatsächlich benötigten und nicht der erträumten Breitbandigkeit Rechnung zu tragen.

West Bay bringt nun nicht nur die langsameren Techniken mit. Das jungen Unternehmen ist auch bekannt für die Kombinierbarkeit seiner Produkte. So war West Bay bereits in seinem Start-Jahr 2001 mit einem Framer angetreten, der 16 Ports auf OC 3 (155 MBit/s) zu einer OC48-Einheit zusammenschließen und so einen Durchsatz von 2,5 GBit/s erreichen konnte.