Ellison nennt Peoplesofts Abwehr eine “Bevormundung” der Aktionäre

Management

Geldstapel auf dem Tisch wachsen

Die Wellen in der Übernahmeschlacht um Peoplesoft, J.D. Edwards (JDE) und Oracle schlagen höher. Einerseits sollen alle beteiligten Übernahme-Interessenten ihre Einsätze erhöhen.

Peoplesoft will bereits statt der ursprünglichen 1,7 Milliarden nunmehr 1,75 Milliarden US-Dollar für J.D. Edwards zahlen, davon 863 Millionen Dollar in bar. will Oracle hingegen soll nach Analystenmeinung die 16 Dollar je Aktie zugunsten von einem Angebot über 25 Dollar je Aktie fallen lassen, um die Übernahme etwas zu versüßen.

Davon will Oracle-CEO Larry Ellison jedoch nichts wissen. Er wirft dem Übernahmekandidaten sogar vor: “PeopleSoft tut alles, was es kann, um eine Abstimmung seiner Aktionäre zu verhindern.” Seine Logik: “Wenn Peoplesofts Board of Directors tatsächlich so überzeugt davon ist, dass die JDE-Übernahme eine Glanzleistung ist, warum lässt es die Aktionäre dann nicht frei abstimmen?” Oracle werde demnach sein Übernahmeanmgebot weiter aufrecht erhalten, heißt es.

Einstweilen scheint Peoplesoft die Zeit davon zu laufen. So musste CEO Craig Conway bereits mit einer ganzseitigen Anzeige, die am Montag in allen großen Tageszeitungen in den USA sowie der Financial Times und FTD erschienen war, die Kunden zur praktischen Solidarität, zum einkaufen aufrufen.