Finanzämter nehmen Ebay-Händler aufs Korn

Management

Steuerhinterziehung weitet sich aus

Die deutschen Steuerbehörden wollen besonders aktive Händler der Auktionsplattform Ebay in Zukunft genauer unter die Lupe nehmen. In Nordrhein-Westfalen ist bereits eine dreiköpfige Sondergruppe dafür abgestellt, die Website nach gewerbsmäßigen Händlern zu durchforsten, die mit ihrem Handel möglicherweise Umsatz- und Gewerbesteuern hinterziehen.

Das Bundesfinanzministerium setzt darüber hinaus seit kurzem eine eigens gestrickte Suchmaschine ein, mit der verschiedene Plattformen durchkämmt werden können. Außerdem könne ‘X-Pider’ An- und Verkäufe miteinander verknüpfen und die gewonnenen Daten mit den Informationen aus Handelsregistern oder internen Datenbanken der Finanzbehörden abgleichen.

Auch in Deutschland sind immer mehr Privatleute mit ihren Verkäufen so erfolgreich, dass sie vom Web-Handel ganz oder teilweise leben können. In den USA hat Ebay für seine gewerbsmäßigen Händler bereits eine eigene Krankenkasse gegründet.

Zum Verhängnis wird denjenigen, die bewusst Steuern hinterziehen, die Transparenz der Ebay-Website. Beispielsweise lassen sich die Auktionen eines Verkäufers über die Bewertungen seiner Abnehmer nachvollziehen. Seine laufenden Auktionen sind in einer Gesamtübersicht zusammengefasst einsehbar.

Außerdem ist Ebay in Deutschland verpflichtet, den Finanzbehörden Auskunft über die Provisionen zu geben, die ein Verkäufer bisher gezahlt hat. Und das sind in der Regel 7 Prozent vom Verkaufspreis.