Otto verabschiedet sich von Online-Lebensmittelhandel

Management

Harter Preiskampf bremst Online-Supermarkt aus

Otto stoppt den Lebensmittelverkauf über das Internet. Zum Monatsende soll der Web-Verkauf von Lebensmitteln eingestellt werden, teilte das Unternehmen diese Woche mit. Der E-Commerce lohne sich derzeit gerade bei verderblicher Ware nicht. Nach Spar und Tengelmann hat sich mit Otto nun der letzte Lebensmittel-Großhändler aus dem Online-Versandgeschäft mit Lebensmitteln verabschiedet.

Beim derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Marktumfeld sei ein profitabler Absatz über das Internet nicht zu erreichen, hieß es. Vor allem der harte Preiskampf im Lebensmittel-Einzelhandel mache es nahezu unmöglich, ein betriebswirtschaftlich sinnvolles Absatzvolumen zu erreichen. Für die 30 Mitarbeiter der Online-Lebensmittel-Abteilung sollen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden.

Seit Mai 2000 hatte das Versandhaus unter Otto-Supermarkt.de ein umfangreiches Angebot von Lebensmitteln angeboten, darunter auch zahlreiche Frischprodukte. Erst im vergangenen Sommer hatte das Unternehmen euphorisch ein eigenes Warenlager für die Sparte in Betrieb genommen. Bundesweit lieferte der Otto-Supermarkt ein Sortiment von knapp 2500 Produkten aus.