Nvidia lässt seine Chips von IBM bauen

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… damit der Nachschub nicht ins Stocken gerät

Der Computerriese IBM wird künftig die Grafikchips von Nvidia als Auftragshersteller bauen. Nvidia zieht sich damit einen zweiten, nicht ganz unbedeutenden Partner auf die Seite. Bislang erledigte die Manufaktur für die GeForce-Chip-Reihe von Nvidia alleine Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC).

TSMC muss sich nun die Aufträge mit IBM teilen und an dieser Situation sind die Taiwanesen nicht ganz unschuldig. Weil der Hersteller seine Fertigung auf einen 130-Namometer-Prozess umstellte, konnte die Produktion der neuen GeForce-FX-Prozessoren nicht wie geplant beginnen. Einem potenziellen Engpass wolle Nvidia mit seiner Entscheidung aus dem Weg gehen, berichten US-Medien.

IBM ist demnach eine gute Wahl, hat der Hersteller doch erst kürzlich eine neue Chipfabrik in den USA eröffnet und überhaupt in den vergangenen Jahren an der Halbleitertechnologie gefeilt. Inzwischen hat der Marktführer Intel mit den IBM-Powerprozessoren echte Konkurrenz bekommen. So könnten bei der Allianz auch noch Technologiekonvergenzen herausspringen, obwohl Nvidia erklärt hat, beispielsweise bei der etwas unkonventionellen Silicon-on-insulator-Technik nicht mitmischen zu wollen.

Auch für IBM hat der Deal einen Vorteil. Mit Nvidia kann der Hersteller seine neue Technology Group unterfüttern. Die Abteilung war nach der Neustrukturierung im vergangenen Sommer von einer reinen Chipsektion in einen Fertigungs- und Service-Bereich umgewandelt worden.