Deutschland verliert beim E-Government

Management

Länder und Städte bremsen bei Online-Reform

Nach der anfänglichen Euphorie haben die Anstrengungen für das E-Governement in der Bundesrepublik offenbar stark nachgelassen. In der aktuellen Studie der Berater von Cap Gemini Ernst & Young rutschten Regierung und Verwaltung im europäischen Vergleich vom 14. auf den 16. Platz ab.

Gemessen wurde vor allem die Online-Erreichbarkeit der Behörden von Bund, Ländern und Kommunen. Sie liegt mit 48 Prozent am unteren Ende der Länderliste. Spitzenreiter Schweden erreicht hier bereits 87 Prozent. Nur in Belgien und Luxemburg sind die Veraltungsstellen ähnlich schlecht per Mail oder Web zu erreichen.

Gelobt werden in der Studie die “bürgerbezogenen Dienste”, wie Einkommensteuer oder die Arbeitsvermittlung: Diese Bereiche seien beispielsweise schon vollständig online abgebildet. Besonders mau sieht es derzeit aber noch bei Ländern und Kommunen aus: Hier ist oft nur jeder fünfte Beamte online ansprechbar.