EDS bäumt sich auf

Management

Gewinnsturz bremsen

Der IT-Dienstleister Electronic Data Systems (EDS) hat an seinem ersten Quartal nicht viel Freude. CFO Jim Daley senkte angesichts eines um 11 Prozent niedrigeren Nettogewinns die Prognosen für das laufende Jahr.

Wegen der unveränderten Zurückhaltungen der Kunden bei Investitionen sei mit einem “gebremsten Wachstum” zu rechnen und nicht, wie bisher angenommen, mit einem “moderaten”. Übersetzt heißt das: Daley rechnet mit einem einstelligen positiven Prozentsatz für die Umsatzkurve, und zwar im “unteren bis mittleren” Bereich.

Analysten halten die Gewinnwarnung für realistisch und für einen vernünftigen Schritt. Allerdings gehen sie im Gegensatz zu dem Marktführer bei IT-Services nicht davon aus, dass im zweiten Halbjahr mehr Geld ausgegeben werde. EDS, so heißt es, könne sich durchaus auch mit der Vorhersage täuschen.

Die gestrige Nachricht, Stammkunde Ford kaufe seine Product-Life-Cycle-Management-Software inzwischen bei IBM und Daffault, kommt daher denkbar ungelegen.

EDS beeilte sich zu versichern, dass Ford nicht abgesprungen sei, sondern: “Beide, EDS und IBM/Dassault sind Schlüsselpartner der Ford Motor Company”. In der ebenfalls gestern veröffentlichten Mitteilung lässt EDS sogar Fords CIO Marv Adams zu Wort kommen: “Ford hat seine Bindung an EDS und deren PLM-Software nicht nur bestätigt, sondern ausgebaut.”