Redhat spielt Dienstleister-Chamäleon

Management

Systemmanagement mal anders

Das Linux-Softwarehaus Redhat hat ein neues Dienstleistungsangebot für das Systemmanagement vorgestellt. Der Distributor verschiebt damit seinen Schwerpunkt weiter in Richtung IT-Services.

Für eine Jahresgebühr von 120 Dollar überprüft Redhat die Antwortzeiten von Unternehmens-Servern. Damit läßt sich prüfen, ob Datenbanken, Web-Server oder Java-Anwendungen auf Applikations-Servern verfügbar sind. Redhat verwendet dafür Software von NOC Pulse, die jetzt auch im Redhat-Network eingebunden ist.

Damit spricht Redhat nicht nur die eigenen Linux-Server an, sondern auch Distributionen anderer Linux-Hersteller sowie Windows- oder Unix-Systeme. Gehostet wird der Monitor meist auf Redhat-Servern – aber auch eine Satelliten-Version für den Einsatz im eigenen Unternehmen ist verfügbar.

Der Vorstoß von Redhat zeigt, wie stark das Interesse bei Herstellern und Kunden momentan für Management-Software im Linux-Bereich ist. Das Linux-Haus bringt sich damit unter anderem auch gegen Tivoli, Computer Associates und BMC in Stellung.

IBM hat auf der New Yorker Linuxworld gerade erst eine Tivoli-Erweiterung vorgestellt, die Anwendungen im fliegenden Wechsel von abgestürzten Servern auf intakte Systeme herüberziehen kann. Der Administrator kann dann sogar bestimmen, welche Applikationen wie wichtig sind – entsprechend wird die Rettung im Schadensfall priorisiert.

In Zukunft will Redhat auch einen Lizenz-Monitor anbieten, der Auskunft darüber gibt, ob für die im Unternehmen eingesetzte Software ausreichende Lizenzierung zur Verfügung steht.