Messung von Bedarfsketten bleibt ein Stiefkind

Management

Messzahlen im Verborgenen – wenig Interesse

Die Messung von Bedarfsketten und ihrer Effektivität bis hin zu ihrer Optimierung bleibt offensichtlich ein Buch mit sieben Siegeln. Vielen Unternehmen scheint die Performance ihrer Zulieferer und die Qualität der zugesandten Dienste und Produkte egal zu sein, obwohl denkbar viele Kosten so künstlich geschaffen werden. Nacharbeiten an zugelieferten Produktionsteilen ist auch in Deutschland kein Fremdwort und lässt mehr und mehr Kritik laut werden. Das Marktforschungsunternehmen Aberdeen Group ist in einer aktuellen Umfrage in den USA ebenfalls zu diesem ernüchternden Ergebnis gekommen.

Lediglich die Hälfte der befragten Entscheider in den USA gab an, entsprechende Messeinheiten überhaupt installiert zu haben – geringer ist noch die Zahl derer, die die so gewonnenen Daten tatsächlich nutzen und zur Optimierung einsetzen, also die Prozesse entsprechend verändern und die Leistungen der Zulieferer nach den vereinbarten Qualitätsrichtlinien auch immer wieder einfordern.

Da aber vielerorts die Messung, wenn überhaupt, so per Hand erfolge, rät Aberdeen-Analyst Mark Vigoroso zum Einsatz von entsprechenden Software-Tools. Sein Motto: “Wir betrachten Performance Management an sich als den Beweis dafür, dass Supply Chain Management überhaupt praktiziert wird.” Für ihn gilt aber auch, dass der Einsatz der Tools und ihre regelmäßige Auswertung natürlich das A und O dabei bleibe.