Der Markt für Content Management lebt – angeblich

Management

… und soll sein Volumen in den nächsten zwei Jahren verdoppeln

Das sollte Firmen wie Vignette, Broadvision oder Gauss Interprise wieder etwas Hoffnung für die Zukunft geben: Nach Voraussage der Marktforscher von Meta Group soll der zuletzt arg gebeutelte Markt für Content Management wieder auf dem aufsteigenden Ast sein. Anlass dazu gibt eine neuere Umfrage der Auguren unter 400 Unternehmen weltweit, nach der steigendes Interesse an Software zur Datenarchivierung und Digitalisierung im Jahr 2003 konstatiert wird.

Für Meta ist das Grund genug, dem Markt wie in besten Zeiten Wachstum satt vorauszusagen. Das Volumen von geschätzten 4,2 Milliarden Dollar in 2002 soll demnach schon dieses Jahr auf 6,7 Milliarden anschwellen, bevor es im darauffolgenden Jahr dann endgültig die 10 Milliarden-Grenze durchschreitet.

Wachstumsmotor soll diesmal allerdings weniger das Internet mit Produkten für das Web Content Management sein, sondern der Bedarf der Unternehmen, ihre Datenbestände intern zu organisieren und einfacher verfügbar zu machen. Dem entsprechend soll auch das Enterprise Content Management 2004 die Hälfte des Volumens ausmachen, der Markt für Web Content Management nur noch 40 Prozent.

silicon meint: Die große Anzahl von Content-Management-Firmen, die im letzten Jahr über die Klinge gesprungen sind, werden diese Prognosen nicht wieder ins Leben rufen. Ob sie den noch verbliebenen Firmen in dem einstigen Wachstumssegment in naher Zukunft helfen, wagen wir ebenfalls zu bezweifeln. Zu sehr hat man sich in der Vergangenheit auf solche Prognosen verlassen und viel gutes Geld über aberwitzige Expansions- und Marketingaktivitäten zum Fenster hinaus geworfen – Geld, das in der Zwischenzeit nicht mehr da ist. Bleibt nur noch die Frage an die Meta Group, ob sie immer noch daran glaubt, dass die Bäume in den Himmel wachsen.