Outsourcingtrend rettet Beraterbranche

Management

Misstrauen spült Geld in die Kassen

In dem Maß, wie Outsourcing bei Finanzdienstleistern beliebter wird, greifen auch Berater zu, um ihren Teil vom Kuchen abzubekommen. Das geht zumindest aus einer aktuellen Studie des unabhängigen Marktforschungsunternehmens Datamonitor hervor.

Vor allem der Vertrag zwischen IBM und dem Investmenthaus JP Morgan Chase soll die Großen der Beratungsbranche, beispielsweise Accenture, EDS und Cap Gemini Ernst & Young, aus den Startlöchern gelockt haben. Allein in Europa sollen die Outsourcing-Ausgaben schließlich innerhalb der nächsten drei Jahre um 27 Prozent wachsen, also von 9,7 Milliarden Dollar im letzten Jahr auf 12,4 Milliarden im Jahr 2005.

Die Branchenbeobachter bringen deshalb die Berater ins Spiel, weil sie festgestellt haben, dass zwar die ganz banale Infrastrukturauslagerung mit weitestgehend logistischen Herausforderungen etwa 56 Prozent hierbei ausmacht.

Allerdings befinde sich die hochkomplexe Geschäftsprozess-Auslagerung auf dem Vormarsch – und das ruft tatsächlich die Hilfe der Berater auf den Plan. Hier soll es jährliche Wachstumsraten von 10,5 Prozent bis zum Jahr 2005 geben, ein Plus vom derzeitigen Stand aus gesehen von immerhin 1,2 Milliarden Dollar.

Die Skepsis der Kunden bezeichnen die Marktforscher hierbei als klaren Vorteil für die Cosultants. Sie werden, so Datamonitor, den reinen Technikverkäufern im genannten Zeitraum Marktanteile zuhauf wegschnappen.