Yahoo feiert Erfolg der Bezahl-Dienste

Management

Nutzer freunden sich mit Gebühren an

Der Internet-Dienstleister Yahoo ist mit seinen kostenpflichtigen Diensten erfolgreicher als gedacht. Die selbst gesteckte Marke von 2 Millionen Abonnenten für das vergangene Jahr sei bereits Anfang Dezember erreicht worden, teilte Yahoo-Chef Terry Semel auf einer Analystenkonferenz in den USA mit.

Yahoo hatte Angebote wie Stellenanzeigen und -gesuche, Kleinanzeigen oder Mail-Dienstleistungen ins Portfolio genommen, um die Abhängigkeit vom reinen Werbegeschäft zu verringern.

Für Zuversicht in der Online-Branche sorgt gleichzeitig auch eine Studie von Jupiter Research, Marktforschungsunternehmen für die Internet-Branche. Demnach ist inzwischen jeder fünfte Internetnutzer bereit, für Musikdateien aus dem Netz zu bezahlen. Im Vorjahr waren es nur 3 Prozent.

Ähnlich sieht es bei Video-Inhalten aus. Hier ist die Schar der Zahlungswilligen immerhin von 16 auf 19 Prozent gewachsen. Während 2001 noch knapp die Hälfte aller Nutzer Gebühren für Inhalte rundweg ablehnten, sind es jetzt nur noch 41 Prozent.

Allerdings warnt die Studie davor, in Zukunft ausschließlich auf kostenpflichtige Dienste zu setzen. Auf absehbare Zeit könne sich kein kommerzielles Angebot ohne Werbeeinnahmen finanzieren. Befragt wurden nach Angaben der Marktforscher rund 10 000 Nutzer in Großbritannien und Frankreich, Italien und Spanien, sowie in Schweden und der Bundesrepublik.