So viele Geschenke … bei Amazon aber nur mit Patent

Management

Online-Multi reklamiert Adressermittlung als Erfindung

Der erfolgreiche Internet-Versandhändler Amazon sorgt mit einer neuerlichen Patentanmeldung für Aufregung. Unter dem Titel “Coordinating delivery of a gift” will sich das Unternehmen ein Verfahren schützen lassen, mit dem unvollständige Adressen von Geschenkeempfängern ermittelt und vervollständigt werden sollen.

Dabei kann der Kunde den Versand einer Ware an einen Empfänger veranlassen, dessen Adresse er gar nicht oder nur teilweise kennt. Sollten die automatischen Recherchen zu keinem Ergebnis führen, sendet das System automatisch eine Mail an den Empfänger, um nach der exakten Anschrift zu forschen.

Wie verlässlich dieses Verfahren sein kann, ist derzeit nicht bekannt. Allerdings hat sich Amazon schon mit einer früheren Patentanmeldung keine Freunde gemacht. Vor vier Jahren ließ sich der Online-Pionier sein ‘One-click’-Verfahren schützen. Dabei werden persönliche Daten wie Lieferadresse und Kreditkartennummer hinterlegt und über die Cookie-Identifizierung des Users in den Bestellvorgang eingespielt.

Zahlreiche Online-Hänlder weltweit stellten die Patentierbarkeit dieses Verfahrens in Abrede. Sie behaupten außerdem, dass diese Technik schon längst benutzt wurde, bevor Amazon überhaupt an den Start ging. Eine rechtliche Klärung steht noch aus.