Direktbroker DAB kriegt kalte Füße

Management

Warten auf den großen Rumms

Die Direkt-Anlage-Bank (DAB) will ihre Filialen in mehreren deutschen Großstädten schließen und damit jährlich 3 Millionen Euro einsparen. Die Hypovereinsbank-Tochter hatte auch mit ihren ‘Anlagecentern’ versucht, Online-Kunden zu gewinnen und zu binden. Noch vor Weihnachten soll damit Schluss sein.

Noch im vergangenen Jahr hatte die DAB eigene Bereiche in Kaufhof- und Karstadt-Filialen angemietet, um mehr Kunden anzusprechen. Wie auch andere Online-Broker leidet das Unternehmen unter den schwachen Umsätzen der Kundschaft, die von der Börsenkrise abgeschreckt ist.

Erst vor gut einem Monat hatte Vorstandschef Matthias Kröner das Handtuch geworfen. Jetzt erwarten Beobachter sogar einen Verkauf der Auslandstöchter in Spanien, Frankreich und Großbritannien. Entsprechende Berichte wurden in der Münchner DAB-Zentrale bislang nicht kommentiert.

Die Hypovereinsbank (HVB) hält derzeit 76 Prozent an der DAB. Schon seit längerem wird darüber spekuliert, ob HVB und Commerzbank nicht schon bald ihre Online-Töchter verschmelzen.