Pricewaterhouse Coopers will von den Kunden mehr Geld

Management

Nach den Skandalen bei Enron und Andersen wird die Beratungsbranche hektisch

Die weltgrößte Unternehmensberatungsfirma Pricewaterhouse Coopers (PwC) zieht aus dem Bilanzskandal bei Enron und den Aufregungen rund um das Beratungshaus Andersen nun die Konsequenzen. CEO Samuel DiPiazza kündigte an, von den Kunden höhere Gebühren einzufordern. Wer nicht zahlen wolle, so diPiazza, werde auch nicht mehr als Kunde betrachtet.

Als Begründung für diesen Schritt sagte der CEO der Financial Times, nach dem Enron-Skandal werde die Arbeit einer Unternehmensberatung weitaus schwieriger und komplizierter. Auch Betriebe, die einzelne Leistungen wie etwa eine Risikobewertung nicht in Anspruch nehmen wollen, wird PwC künftig nicht mehr als Kunden akzeptieren. Denn, so DiPiazza, ohne diese Zusatzanalysen sei eine umfassende Buchprüfung nicht möglich.

Die Ankündigungen von PwC kommen nicht überraschend. Nach den großen Bilanzskandalen sind die Beratungshäuser in den USA auf der Suche nach neuen Business-Strategien, die das Risiko ihrer Tätigkeit minimieren. Vor allem Zusatzleistungen wie Buchhaltung oder Steuerberatung stehen auf der Kippe: Firmen, die nicht bereit sind, dafür Extra-Honorare zu bezahlen, könnten schon bald ganz ohne Berater dastehen.