Renten-Problem: IBM und Siemens müssen löhnen

Management

von Pierer trotzdem optimistisch

Angesichts der andauernden Wirtschaftsflaute haben auch die großen IT-Konzerne offenbar wachsende Probleme mit ihren Verpflichtungen gegenüber den eigenen Pesionskassen. IBM hat nun angekündigt, bis Jahresende rund 3 Milliarden Dollar in die betriebseigenen Alterssicherung einzuzahlen.

Alerdings war die Finanzierungslücke noch vor wenigen Wochen auf 4,5 Milliarden Dollar taxiert worden. Die zwischenzeitliche Erholung an den Aktienmärkten habe den Fehlbetrag aber nun deutlich minimiert, heißt es.

Außerdem soll dieser Plan den Ertragsausblick für das kommende Jahr nicht belasten, teilte Big Blue mit. Anders sieht das beim deutschen Siemens-Konzern aus, der gerade seine Jahresbilanz vorstellte. Die Münchner erwarten, dass ihre klamme Rentenkasse ein deutliches Loch in die Erträge des laufenden Geschäftsjahres reissen wird.

Im zurückliegenden Jahr konnte Siemens dagegen seine Gewinne von 2,1 audf 2,6 Milliarden Euro steigern. Die Netzwerksparte ICN werde möglicherweise im vierten Quartal in die Gewinnzone zurückkehren, so Siemens-Chef von Pierer. Im Mobilfunk, dem Bereich ICM, werde aber weiter gespart.

Insgesamt erwarte er einen schrumpfenden Umsatz. Trotzdem zeigte von Pierer Optimismus: “Wir sind auf gutem Weg. Und das macht mir Freude.” Immerhin macht Siemens nun auch in den USA Gewinn – ein Absatzmarkt, der inzwischen wichtiger als der Heimatmarkt.