M-Business: Das Warten auf Gewinne dauert an

Management

Erst in zehn Jahren soll es soweit sein

Schlechte Aussichten für alle Anbieter, die hoffen, im mobilen E-Commerce schon bald das große Geld zu machen. Laut dem “Branchenkompass M-Business” von Mummert Consulting können deutsche Netzbetreiber frühestens in zehn Jahren mit schwarzen Zahlen im M-Business rechnen – und auch das nur dann, wenn sie zu diesem Zeitpunkt einen Marktanteil von mehr als 35 Prozent haben.

Schnelle Gewinne sind laut der Untersuchung jedenfalls nicht zu erwarten. Denn während TK-Unternehmen für ihre Angebote kassieren wollen, planen Unternehmen aus anderen Branchen wie Automobilhersteller oder Einzelhändler bereits, ähnliche Dienste kostenlos anzubieten.

37 Prozent der branchenfremden Unternehmen verfolgen laut der Studie das Ziel, kostenlose M-Business-Services auf den Markt zu bringen. Hingegen wollen nur 6 Prozent der TK-Unternehmen gebührenfreie Dienste anbieten.

Daneben gibt es bei den Bezahlmodellen noch einige Unklarheiten. Die meisten Betreiber setzen derzeit auf “Pay-per-Use”- oder “Pay-per-Service”-Angebote. Dabei zahlt der Kunde das, was er auch tatsächlich nutzt, kann aber die Höhe seiner Ausgaben erst im Nachhinein feststellen. Eine andere Preisstrategie ist die Bündelung von unterschiedlichen Leistungen, um M-Business-Dienste billiger anbieten zu können.

Ein weiteres Problem für die Telcos könnten die Prepaid-Kunden werden. Deren M-Business-Zahlungsbereitschaft wird zwar geringer eingeschätzt als die von Vertragskunden; trotzdem wollen die Carrier ihre Kundschaft zu 43 Prozent aus diesem Kundenkreis rekrutieren.

Das kann jedoch die Umsetzung des Preismodells “Pay-per-Use” schwierig machen, vor allem angesichts der Tatsache, dass die branchenfremde Konkurrenz ebenfalls auf die Prepaid-Kundschaft setzt – und zwar mit kostenlosen Angeboten.