Bäurer muss doch in die Insolvenz

Management

Radikaler Umbau kostet weitere Jobs

Der Softwarehersteller Bäurer ist in seiner jetzigen Form nun wohl doch nicht mehr zu retten. Der vorläufige Insolvenzverwalter des Unternehmens hat die Eröffnung der Insolvenz empfohlen – auch für zwei der Beteiligungsgesellschaften.

Wie Bäurer weiter mitteilte, soll der Umsatz im kommenden Jahr bei etwa 17 Millionen Euro liegen. Dann sei ein Gewinn vor Zinsen und Steuern von rund 770 000 Euro realistisch. Im vergangenen Jahr hatte Bäurer bei 76,4 Millionen Euro Umsatz einen Verlust von 40,9 Millionen Euro eingefahren.

Bäurer hatte sich mit hohen Investitionen übernommen und im Oktober Insolvenz angemeldet. Das Sanierungskonzept sieht eine Rückführung auf die Kernkompetenz (Software für den Mittelstand) und eine Verringerung von Beteiligungen, Standorten und Personal vor.

So sollen die Geschäfte der AG und der TPS Labs GmbH fortgeführt werden, für die Bäurer Cargo ist ein Management-Buy-Out vorgesehen. Von zwei Beteiligungen in Fellbach bei Stuttgart und Ulm soll sich das Unternehmen trennen.

In der Unternehmensgruppe würden danach rund 220 Mitarbeiter tätig sein, in der AG etwa 150. Bäurer hatte zu seinen besten Zeitung fast 1000 Menschen beschäftigt.