Fujitsu und IBM schalten Firmennetze und öffentliche Netze knickfrei zusammen

Management

Waghalsiges Projekt für die Zukunft

Um ihre internen Netze abzuschirmen und im Schadensfall sowohl den “Verdächtigenkreis” als auch die Fehlerquellen überschaubar zu halten, haben fast alle Unternehmen ihre internen Firmennetze gut von den öffentlichen abgeschirmt. Neue Techniken wie VPNs sind für sichere Verbindungen zwischen Filialen oft der einzige Ausweg – und teuer dazu. Jetzt sind IBM und Fujitsu angetreten, dieses Konzept vom Kopf auf die Füße zu stellen, Telekommunikationsdienste und E-Business-Leistungen enger zu verzahnen.

Es ist sogar davon die Rede, die Dienste durchgängig zu machen. Das öffentliche Telekommunikations- oder das Mobilfunknetz sollen mit den selben Services ausgestattet werden, wie die Ethernet-Umgebungen der Firmen. Dafür wollen die beiden Unternehmen mit der Nutzung einer offenen API für Telekommunikationsserver sorgen. Basis dafür sei die Plattform “Parley”, die von einer Non-Profit-Gruppe entwickelt worden sei, meldet Fujitsu.

Für das Projekt würden zunächst die TK-Server beider Unternehmen mitsamt zugehöriger Middleware über Parley verbunden. Produktreife sei in ein paar Jahren geplant, heißt es aus Tokio. IBM und Fujitsu hegen darüber hinaus das gemeinsame Interesse, die Parley-Plattfrom industrieweit bekannter zu machen.