Neues Projekt – E-Learning als verbesserungsbedürftig befunden

Management

Fraunhofer-Forscher und das Mantra von der Kooperation

Die jetzt aktiven E-Learning-Konzepte “menscheln” zu wenig. Ihnen fehlt es an Mechanismen für Teamarbeit, interaktive Betreuung und Kooperation aller Teilnehmer. Das erst kann die Qualitätssicherung garantieren – und für dieser Form der Erfolgskontrolle gibt es immer noch zu wenige Ansätze. Zu diesem harten Ergebnis kommen die Forscher vom Fraunhofer Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme (Fraunhofer IPSI) bei einem Blick auf die E-Learning-Methoden und versprechen Abhilfe.

Ein empirisches Projekt soll genau diese Pferdefüsse ausmerzen. Im Rahmen des vom Bildungsministerium geforderten ALBA-Projekts wollen die Wissenschaftler um Leiter Stefan Muenzer so genannte synchrone Kooperationsformen entwickeln. Sie sollen die Teilnehmer in direkter Interaktion mit den Dozenten lernen lasen und durch das direkte Feedback und die unmittelbare Unterstützung, auch seitens der Mitlernenden, den Frustrationsfaktor erheblich senken. Dieser sei schließlich aufgrund schlecht integrierbarer Technik und mangelnder Kommunikation derzeit noch sehr hoch, bemängeln die Forscher.

Um die Qualitätssicherung und Erfolgsmessung anzukurbeln verfolgen die IPSI-Angestellten das Konzept der “formativen Evaluation”. Das heißt, dass das Lernen während des E-Learning-Kurses ständig überprüft wird. So könnten die Lehrer bei unwirksamen Lehrmethoden sofortige Kurskorrekturen vornehmen, versprechen sich die Forscher. Muenzer will die Ergebnisse der ALBA-Forschung und die dafür entwickelten Tools auf der Learntec-Messe im Februar in Karlsruhe vorstellen.