Microsoft macht bei Tungsten Dampf

Management

Digital Rights Management wird forciert

Der Softwarekonzern Microsoft hat weitere Details zur Roadmap seines Servers für Digital-Rights-Management (DRM) durchsickern lassen. Demnach soll es im kommenden Sommer eine erste Betaversion von Tungsten geben, wie das Projekt derzeit intern bezeichnet wird. In etwa einem Jahr soll das Produkt dann verfügbar sein.

Für Erstaunen sorgt die Tatsache, dass Tungsten nicht etwa aus der Sparte Dotnet Enterprise Server stammt, sondern in der Office-Gruppe entwickelt wird (Productivity und Business Services). Daran knüpfen sich bereits Unkenrufe, der DRM-Server werde nicht wirklich als Server funktionieren können.

Eine Microsoft-Sprecherin in den USA betonte dagegen, es sei noch zu früh, um über weitere Details zu Tungsten zu sprechen. Allerdings werde die Nachfrage nach Techniken zur Sicherung von digitalen Rechten stark zunehmen. Nicht nur Inhalte, sondern auch persönliche Daten müssten geschützt werden, so die Begründung.

Als Einsatzgebiet nennt Microsoft beispielsweise auch die Zuweisung von differenzierten Lese-Rechten für verschiedene Nutzergruppen innerhalb eines Dokuments. Logische Erweiterung des DRM-Servers wären dann DRM-Web-Services, heißt es.