SAP-Outsourcing wird verschleudert

Management

Arme Kunden, tiefe Preise, kleine Gewinne, arme Hersteller, …

Einen starken Preisverfall sieht in diesem Jahr der Markt für SAP-Outsourcing und -Dienstleistungen. Nur 20 Euro pro User und Monat können die Anbieter derzeit verlangen, hat das Marktforschungsunternehmen Meta Group errechnet. Grund dafür sei die weite Verbreitung von SAP-Software in Deutschland und dem europäischen Ausland und damit die grassierende Marktsättigung.

Und die habe bei genauerem Hinsehen folgende Aspekte: Der Markt für Projektservices, den die SAP mit ERP-Installationen bedient, stagniere. Es gebe kaum noch Neuinstallationen, was die Anbieter geradezu zwinge, neue Umsatzfelder zu finden.

Weiterhin beobachtet die Meta Group, dass aus ehemaligen SAP-Systemhäusern in den letzten Monaten und Jahren handfeste Konkurrenten geworden seien. Anbieter wie KPMG, Braxton und andere, deren Heimat eher im Consulting-Bereich liegt, hätten eigene Outsourcing-Abteilungen aufgebaut, um von dem immer noch wachsenden Marktsegment ihren Teil zu bekommen.

Außerdem sehen die Fachleute in den verselbständigten IT-Abteilungen von Konzernen ab einer gewissen Größe ebenfalls Konkurrenten heranwachsen. SAP-Know-how, vor allem im R/3-Bereich sei hier mehr als ausreichend vorhanden. Die Walldorfer wollen den Support dafür ja in wenigen Jahren einstellen. Neue Unternehmen suchten deshalb nach Möglichkeiten, ihre Services zu erweitern – und dies vor allem im Konzerngeschäft, dem traditionellen SAP-Feld.