Zigaretten online – Boom in den USA

Management

Steuern sparen leicht gemacht

Der Online-Vertrieb von Zigaretten treibt in den USA die Politik und die Anti-Raucher-Lobby auf die Barrikaden. Inzwischen werden rund 3 Prozent aller Tabak-Umsätze nicht mehr am Kiosk oder im Supermarkt, sondern online gemacht, berichtet das Handelsblatt. Händler und Kunden umgehen damit die horrenden Steuern einzelner Bundesstaaten.

Im Staat New York kostet eine Schachtel Zigaretten zum Beispiel 7,50 Dollar. Auf den Websites von inzwischen fast 150 US-Anbietern sind die Glimmstängel dagegen für die Hälfte zu haben. Die Versandhäuser haben ihren Sitz zudem nicht nur in Staaten mit niedrigen Steuersätzen genommen, sondern oft auch in Indianerreservaten, wo gar keine Abgaben anfallen.

Bisher hatte es im E-Commerce in Steuerfragen eigentlich nur dann größere Auseinandersetzungen gegeben, wenn die Ware tatsächlich Staatsgrenzen überschritt. In den USA haben dagegen die Bundesstaaten eine sehr viel größere Steuerautonomie als beispielsweise die bundesdeutschen Länder.

Seitdem die Steuern im Bundesstaat New York im Sommer erneut angehoben wurden, sollen die Verkäufe um die Hälfte zurückgegangen sein. Marktforscher rechnen damit, dass der Online-Vertrieb von Tabak innerhalb der USA sich in den kommenden drei Jahren mehr als vervierfachen wird.