Waferfabrik: Hitachi und Mitsubishi schieben Gelder nach

Management

In der Krise investieren zahlt sich aus

Für das gemeinsame Joint-Venture-Projekt zur Fertigung von 300-Millimeter-Wafern wollen die japanischen Konzerne Mitsubishi und Hitachi Limited ihre Anstrengungen verdoppeln. In diesem Geschäftsjahr setzen sich nach einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun nun 100 Milliarden Yen (816 Millionen Dollar) für die neue Fabrik ein. Ursprünglich war die Hälfte angedacht.

Die Produktionsstätte, die Anfang nächsten Jahres geöffnet werden soll, werde mit neuester Produktionstechnik ausgestattet und reduziere so die Fabrikationskosten für die Wafer beträchtlich, zitiert die Zeitung eine gemeinsame Erklärung der Partner.

Als positives Signal kann die Ankündigung für die Chipbranche dennoch nicht gerade betrachtet werden: Im nächsten Geschäftsjahr wollen beide schon wieder die Kosten eher zurückfahren, statt steigern. Allerdings sprechen sowohl Mitsubishi als auch Hitachi davon, die Investitionsmenge “nicht wesentlich” zu reduzieren. Offenbar rechnen sie also mit einer stagnierenden, aber nicht allzu stark sinkenden nachfrage nach Wafern der neuen Generation.