Versorgerbranche startet durch – in der IT

Management

Vielversprechende Klopfzeichen aus dem Industrie-Urgestein

Obwohl der deutsche Markt für Software und IT-Services (SITS) in diesem Jahr keine wesentlichen Bewegungen in die eine oder andere Richtung verzeichnet, schiebt sich diesbezüglich eine alte Branche ins Rampenlicht: Versorgerunternehmen werden bis dahin um 6,4 Prozent mehr als derzeit in SITS investieren und schiebt sich damit vor alle anderen Branchen. Das rechnet der paneuropäische Marktforscher PAC vor.

Insgesamt erwartet PAC für den SITS-Markt allein im Energieversorgungssektor ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 2002 bis 2006 in Höhe von 12,5 Prozent. Dabei habe vor allem die Liberalisierung und Privatisierung des Sektors den Ausschlag gegeben.

Innerhalb der Versorgerbranche sehen die Beobachter die Energieerzeugung und -übertragung als Kerngebiet eines Energieversorgers und sind daher als weitgehend gereift. Hier sei vor allem der Wunsch nach IT-Integration und Homogenisierung zu bemerken. Und zwar einerseits im Bereich fusionierter Unternehmen, andererseits aufgrund der vermehrten Kooperation vor allem kleinerer Stadtwerke, die eine Vereinheitlichung notwendig mache.

Darüber hinaus soll es ab 2003/2004 einen erhöhten Bedarf an Investitionen geben, die momentan auf Eis gelegt, früher oder später aber unumgänglich sind. Aufgrund der Tatsache, dass es gerade im Bereich der technischen IT wenig Standardsoftware gibt, betrachten die Marktforscher das Projektgeschäft als den Löwenanteil des SITS-Volumens. Dieser Anteil soll sich allerdings bis 2006 zugunsten des Outsourcing verringern.