IBM: Neues Software-Lizenzmodell für den Mittelstand

Management

Big Blue auf Konfrontationskurs zu Microsoft

Erst vor wenigen Monaten hatte Microsoft mit seinem neuen Software-Lizenzmodell für Aufregung gesorgt – nun präsentiert IBM sein eigenes Paket speziell für kleinere und mittelständische Unternehmen. Nach Angaben aus dem Unternehmen ist das neue Modell für Betriebe mit einer Mitarbeiterzahl zwischen 100 und 1000 maßgeschneidert. Das Ganze ist Teil der neuen Strategie des Softwareunternehmens, die eine flexiblere Preisgestaltung für die Kunden vorsieht.

Das neue System wird laut IBM-Manager John Swainson nach der Anzahl der Nutzer abgerechnet: “Damit ermöglichen wir es kleineren Unternehmen, mit weniger Kostenaufwand zu starten.“ Bisher wurden die Lizenzkosten nach der Anzahl der Mikroprozessoren in einem Betrieb berechnet – sie betrugen rund 2000 Dollar je Prozessor.

Mit dem neuen Modell müssen die Kunden nur mehr 25 Dollar pro Nutzer bezahlen. Laut Swainson eine echte Einsparung: So habe ein Mittelständler, der einen Server mit zwei Prozessoren betreibe, bisher rund 4000 Dollar bezahlen müssen. Mit rund 100 Mitarbeitern würden sich diese Kosten künftig auf 2500 Dollar reduzieren.

Mit dem Preismodell will IBM offenbar seine derzeitige Schwäche auf dem mittelständischen Markt beheben. Nach Unternehmensangaben nutzen derzeit weniger als 10 Prozent dieses Marktsegments die Middleware oder Websphere-Software von Big Blue.

Zusätzlich kündigte IBM an, im ersten Quartal 2003 eine neue Version der DB2 Database Software herauszubringen. Der Kunde muss dafür einen Preis ab 1000 Dollar bezahlen.