Weihnachtsgeschäft: IBM probiert den Billigen Jakob

Management

Rabatte sollen helfen, wo kein Cent mehr da ist

Was der Gebrauchtwagenbranche recht ist, kann dem IT-Sektor nur billig sein. Um das Jahresendgeschäft anzukurbeln, will der IT-Konzern IBM an Großhändler, Wiederverkäufer sowie mittelständische Kunden Rabatte vergeben. Besonders für DB2- und Websphere-Kunden biete sich eine günstige Upgrade-Gelegenheit für die Verwaltungssoftware.

90 Tage Zahlungsaufschub und Rabatte bietet auch Rivale Hewlett-Packard (HP) seinen Kunden. Hier allerdings geht die Ankündigung Hand in Hand mit der Drohung an IBM, außerdem die kleinen und mittelständischen Kunden besonders rücksichtsvoll zu behandeln, wenn es ums Bezahlen geht.

IBM aber schlägt postwendend zurück: Die Untergrenze für Rabatte soll bei Softwareeinkäufen von 100 000 auf 25 000 Dollar gesenkt werden. Auch diese Verlockung richtet sich an den Mittelstand. Bei HP fängt ein Einkauf über 50 000 Dollar an interessant zu werden.

Dass diese Rabattprogramme aber, wie sie Big Blue bereits im vierten Quartal des letzten Jahres laufen hatte, jetzt den gewünschten Effekt bringen und den CFOs das Geld aus den Taschen ziehen, glauben die wenigsten Branchenkenner.