Quartalsgewinn versetzt Michael Dell in Siegerpose

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… wieder an HP vorbeigekratzt

Dell Computer hat im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2002/2003 seinen Umsatz und Gewinn kräftig erhöht. Das in Texas ansässige Unternehmen nahm Hewlett-Packard wieder die Führung als größter PC-Anbieter ab. Diese hatte Dell durch die Fusion zwischen Hewlett-Packard und Compaq Computer für kurze Zeit verloren. Dell wies in allen Produktsparten und Märkten erheblich höhere Absatzsteigerungen auf als die Konkurrenten.

Der Dell-Umsatz stieg in dem am 31. Oktober beendeten Dreimonatsabschnitt gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar (9,1 Mrd Euro). Dell verdiente 561 (Vorjahresvergleichszeit: 429) Millionen Dollar, plus 31 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich auf 21 (16) Cent und hat damit die Erwartungen der Wall Street erfüllt.

Das Unternehmen machte 80 Prozent seines Umsatzes mit PCs und 20 Prozent mit Servern, Speicherprodukten und anderen Erzeugnissen. Dell verbuchte 72 Prozent des Gesamtumsatzes in Nord- und Südamerika (im Gegensatz zu 70 im Vergleichsquartal), 19 (verglichen mit 20) Prozent in Europa und 9 (damals 10) Prozent im asiatisch-pazifischen Raum.

Dell steigerte seinen Quartalsabsatz in der Region Europa, Naher Osten und Afrika um 13 Prozent, während die Gesamtbranche ohne Dell nur um fünf Prozent zulegte. Der Server-Absatz in Deutschland erhöhte sich um 60 Prozent. Die Auslieferungen in den vier Hauptmärkten China, Frankreich, Deutschland und Japan seien um insgesamt 30 Prozent gestiegen.

Firmenchef Michael Dell rechnet für das vierte Quartal gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit mit einem Absatzanstieg von 23 Prozent und mit einem Zuwachs von 10 Prozent gegenüber den vorangegangenen drei Monaten. Der Umsatz dürfte im Schlussquartal des laufenden Geschäftsjahres gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um 20 Prozent auf fast 9,7 Milliarden Dollar zulegen. Der Gewinn pro Aktie soll 23 Cent erreichen, ein Plus von 35 Prozent.