Comdex: LCDs im freien Fall

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Lieferengpässe sind passé

Die Hersteller von Flachbildschirmen haben auf der Herbst-Comdex in Las Vegas unisono angekündigt, dass die Preise für ihre Geräte in den kommenden Monaten noch einmal deutlich fallen werden. Als Ursache werden verbesserte Verfahren in der LCD-Produktion genannt sowie die größeren Stückzahlen – indirekt aber auch die derzeit schwache Nachfrage.

Im vergangenen Jahr hatte sich der Preistrend nach unten umgekehrt, weil viele Hersteller ihre Produktionskapazitäten heruntergefahren hatten und die Nachfrage somit teilweise nicht mehr befriedigt werden konnte. Inzwischen hat sich – so hört man auf der Comdex – wieder ein Gleichgewicht eingestellt.

Während 15-Zoll-Displays anfangs nicht unter 1000 Dollar zu haben waren, liegen sie derzeit allgemein bei rund 400 Dollar. Innerhalb von zwei Jahren soll sich dieses Preisniveau noch einmal halbieren, heißt es.

Für einen 17-Zoll-Flüssigkristall-Bildschirm sind die Preise analog von 1300 Dollar innerhalb eines Jahres auf nur noch 700 Dollar gefallen. Auch bei den High-End-Geräten mit 19-Zoll erwarten die Hersteller wie Samsung, Acer, NEC-Mitsubishi oder Benq für die kommenden Monate einen Preisrutsch von fast einem Drittel.

Technisch scheinen die Panels dagegen weitgehend ausgereift: Zwar hat sich in der Herstellung die Zahl der brauchbaren Displays deutlich erhöht. Als Neuerung können die Hersteller inzwischen aber nur noch einen breiteren Blickwinkel auf ihre Bildschirme herausstreichen.