Infineon redet sich die Lage schlecht

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Aufschwung könnte Umbau gefährden

Der Halbleiterhersteller Infineon rechnet für das kommende Jahr zwar mit steigenden Umsätzen – bei den Gewinnaussichten bleibt Unternehmenschef Ulrich Schumacher allerdings sehr viel konservativer als die Analysten. Die Financial Times Deutschland zitiert aus einem entsprechenden Vorstandspapier.

Während das Geschäft mit den Chips aus München um satte 35 Prozent auf 7 Milliarden Euro wachsen soll, werde die Rückkehr zu schwarzen Zahlen auch 2003 nicht gelingen, heißt es dort. Statt dessen sei ein operativer Verlust von 200 Millionen Euro zu erwarten.

Beobachter und Branchenkenner halten dagegen nur eine Umsatzausweitung auf 6,2 Milliarden Euro für realistisch, wobei gleichzeitig die Bemühungen um größere Profitabilität auch für ein Plus gut sein sollten. 200 Millionen Gewinn seien durchaus möglich, heißt es.

Dahinter stecke System, wird gemunkelt. Nur wenn die Lage anhaltend schlecht sei, habe Schumacher auch die nötigen Argumente, um seine tiefgreifenden Umbaupläne durchzudrücken. Vor allem durch Verlagerungen ins Ausland will Infineon Lohnkosten einsparen.