Worldcom darf unter strenger Aufsicht weitermachen

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Aber wehe, es kommt wieder was vor …!

Der schwer angeschlagene TK-Konzern Worldcom hat auf dem Weg zur Sanierung einen wichtigen Schritt erfolgreich hinter sich gebracht. Ein US-Gericht genehmigte jetzt einen Vergleich mit der Börsenaufsicht SEC.

Darin bekennt sich Worldcom des Wertpapierbetrugs schuldig und versichert, in Zukunft gegen keinerlei Vorschriften mehr verstoßen zu wollen. Nach Fehlbuchungen über rund 9 Milliarden Dollar musste Worldcom vor vier Monaten Insolvenz anmelden.

Das Versprechen zu besseren Führung allein reicht der SEC allerdings nicht aus: Sowohl Worldcom als auch das Gericht werden eigens Berater und Kontrolleure verpflichten, die darauf achten sollen, dass auch tatsächlich nicht mehr getrickst wird.

Außerdem haben sich Justiz und Aufsichtsbehörde die Möglichkeit einräumen lassen, nach eigenem Ermessen drakonische Strafen gegen Worldcom zu verhängen, sollte der Konzern wieder auf die schiefe Bahn geraten.

Nach langem Streit um die Verantwortung der Führungsspitze wird in der kommenden Woche allerdings auch das Management ausgetauscht: Der frühere Compaq-Chef und HP-Vize Michael Capellas löst dann John Sidgemore ab. Der bezeichnete die Einigung mit der SEC als “wichtigen Meilenstein für die Restrukturierungsbemühungen”.