Das Amt kommt zum Bürger: Berliner Verwaltung wird mobil

E-GovernmentManagementRegulierung

Kooperationsvertrag unterzeichnet

Das Dienstleistungsangebot der öffentlichen Verwaltung soll in Berlin dem Bürger mittels mobiler Multimediadienste näher gebracht werden. Das Projekt trägt den Titel “Mobile Bürgerdienste” und sieht vor, dass Mitarbeiter der Ämter verschiedene Verwaltungsangelegenheiten direkt beim Bürger – zu Hause aber auch in Schulen oder Krankenhäusern – erledigen können. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde nun zwischen dem Berliner Senat, dem Heinrich-Hertz-Institut sowie der IVU Traffic Technologies AG unterzeichnet.

Zunächst werden die Mobilen Bürgerdienste in den zwei Bezirken erprobt. Ab 2004 sollen dann Sachbearbeiter in ganz Berlin mit den mobilen Endgeräten ausgestattet werden. Das Angebot umfasst behördliche Dienstleistungen unter anderem aus den Bereichen Wohngeld, Familien- und Jugendangelegenheiten, Ausländerangelegenheiten oder Sozialleistungen.

Die Software für die Geräte wurde von der IVU entwickelt, das Heinrich-Hertz-Institut gestaltete die Endgeräte. Diese müssen nicht nur Informationen aufrufen und anzeigen, sondern auch Dokumente einlesen, Signaturkarten überprüfen sowie Gebühren einziehen können. Nach 2004 plant die IVU, das System bundesweit interessierten Kommunen anzubieten.

Gefördert wird das Projekt unter anderem auch vom Bundeswirtschaftsministerium, das dem Land Berlin in den Haushaltsjahren 2002 bis 2004 dafür rund 760 000 Euro zur Verfügung stellt. Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Erprobung prototypischer Anwendungen, die in der Multimedia-Branche weiterentwickelt und marktreif gemacht werden sollen.