Ex-Worldcom-Chef muss sein Hab und Gut zurückgeben

E-GovernmentManagementRegulierung

Ein Großteil seines Besitzes gehört dem Konzern…

Schwere Zeiten für den ehemaligen CEO von Worldcom, Bernard J. Ebbers: Nach einem Bericht der Washington Post muss Ebbers wahrscheinlich einen Großteil seiner Besitztümer an das Unternehmen zurückgeben. Derzeit laufen entsprechende Verhandlungen. Die Besitzrechte an einem Yachthersteller sollen bereits auf Worldcom übergegangen sein, nun geht es offenbar um ein Forstunternehmen sowie einer Ranch in Kanada.

Ebbers hatte im April von seinem Posten als Worldcom-CEO zurücktreten müssen, nachdem bekannt geworden war, dass er bei Worldcom einen Privatkredit in Höhe von 366 Millionen Dollar aufgenommen hatte. Später erhärtete sich der Verdacht des Bilanzbetrugs durch Ebbers, was Worldcom schließlich in die Pleite trieb. Insgesamt sollen Ebbers’ Schulden mehr als 408 Millionen Dollar betragen.

Zu den anstehenden Verhandlungen wollte Worldcom keine Stellungnahme abgeben. Ebbers’ Anwalt meinte nur, der Ex-CEO tue sein Bestes, um mit dem Unternehmen fair zu verhandeln. Fraglich ist allerdings, ob der Verkauf seiner drei Hauptbesitztümer ausreicht, um seine Schulden bei Worldcom zu decken. Die Transaktionen werden durch den Bankrott des Unternehmens noch verkompliziert.