Amerikanisches Kopierschutz-Gesetz wurstelt weiter

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Und bewahre uns vor dem DMCA …

Im Streit um eine Anwendung, mit der sich der Kopierschutz von elektronischen Büchern knacken lässt, ist die russische Elcomsoft in den USA freigesprochen worden. Ursprünglich hatte der E-Book-Hersteller Adobe Elcomsoft und dessen Entwickler Dmitry Sklyarow verklagt und sich dabei auf den Digital Millennium Copyright Act berufen.

Dieses US-Gesetz verbietet es, einen Kopierschutz gleich welcher Art überhaupt zu umgehen oder dazu geeignete Werkzeuge bereitzustellen. Nach allgemeinen Protesten ließ zwar Adobe seine Klage gegen Elcomsoft und Sklyarow fallen, die Staatsanwaltschaft wollte dagegen auf eine juristische Klärung nicht verzichten.

Entscheidend war für das Gericht nun die Frage, ob Elcomsoft absichtlich gegen US-Bestimmungen verstoßen hat. Das wurde verneint, auch weil das Unternehmen seine Software nach der Beschwerde von Adobe sofort zurückgezogen hatte.

Beobachter fürchten, dass trotz dieser rechtlich schwierigen Lage ein ähnliches Gesetz in der EU vorangetrieben wird. Dabei sei der Konstruktionsfehler des DMCA, dass der Kopierschutz nicht besonders gut sein muss und statt dessen die Gerichte mit einer Flut von Klagen zu tun bekommen.